Verein

Am 23. Januar 1992 wurde die Hospizgruppe Ravensburg e.V. als gemeinnütziger Verein gegründet.

In der Gründungsurkunde wurden unter anderem diese Ziele formuliert:
Verwirklichung von Möglichkeiten des menschenwürdigen Sterbens.
Abschaffung ungewollter Isolation angesichts des Todes.
Veränderung des öffentlichen Bewusstseins mit Blick auf das Sterben.
Einbeziehung des Sterbens in das Leben.
Der Verein fördert die Errichtung und den Betrieb ambulanter und stationärer Hospize und Palliativstationen vor Ort für die Behandlung Schwerstkranker und Sterbender.
Der Verein fördert den Aufbau, die Schulung und die Betreuung eines freiwilligen ehrenamtlichen Hilfsdienstes.
Der Verein fördert Projekte, die Schwerstkranken anstelle der Pflege im Krankenhaus eine häusliche Pflege ermöglichen.
Der Verein ist politisch und konfessionell neutral.

Diese Anliegen sind auch heute noch so aktuell wie zur Gründungszeit.
Als Ambulante Hospizgruppe Ravensburg möchten wir Menschen in einem Lebensabschnitt begleiten, in dem das Ziel nicht mehr primär Heilung oder Lebensverlängerung, sondern die bestmögliche Lebensqualität und ein würdevolles Leben bis zuletzt ist.
Ebenso möchten wir alle ermutigen, bestärken, beraten und begleiten, sich dieser besonderen Lebenszeit zu stellen, ob als Schwerkranker, Angehöriger,  Ehrenamtlicher oder einfach als ein an diesem Thema interessierter Mensch.

 

Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben,
sondern den Tagen mehr Leben.

Cicely Saunders

Für die Umsetzung der genannten Ziele braucht es viele engagierte Menschen – im Vorstand und ganz besonders in der täglichen Begleitung schwer kranker, sterbender und trauernder Menschen und ihrer Angehörigen. Begleitungen geschehen dort, wo die Menschen sind oder leben, zu Hause, in Pflegeeinrichtungen oder auch im Krankenhaus. Die Begleitung ist kostenfrei und nicht an eine Mitgliedschaft gebunden.

Der Verein hat mehr als 100 Mitglieder und freut sich über jede neue Mitgliedschaft, drückt sie doch die Verbundenheit mit dieser wichtigen Arbeit und dem Verein aus.

Mehr als 30 Menschen sind ehrenamtlich tätig, als Begleiterinnen und Begleiter und in der Vorstandsarbeit.

Im Jahr 2016 wurde der Vereinsname um den Zusatz Ambulante Hospizgruppe Ravensburg e.V. ergänzt, sodass sich auch im Namen die Betonung der ambulanten Arbeit widerspiegelt.

 

Unser Selbstverständnis

 

Als Hospizgruppe begleiten wir schwer kranke und sterbende Menschen und alle, die ihnen nahestehen. Trauernden bieten wir unsere Unterstützung an.

Wir kommen, wenn jemand ruft. Konfessionen oder nationale Zugehörigkeit spielen dabei keine Rolle. Unser Einsatz gilt dem Wohl des Sterbenden. Wir respektieren Grenzen, werten und urteilen nicht.  Schweigepflicht ist selbstverständlich.

Wir leisten kleine Hilfen, aber Pflege oder Therapie gehören nicht zu unseren Aufgaben. Wir begleiten Menschen zuhause bzw. überall dort, wo sie leben.

Wir bieten unseren Dienst in Ravensburg und Umgebung an. Wir arbeiten mit allen Einrichtungen der Pflege und der Betreuung partnerschaftlich zusammen. Dauer und Intensität der Begleitung richten sich nach den individuellen Wünschen und Bedürfnissen der Menschen, die wir begleiten, und unseren Möglichkeiten. Wir dokumentieren unsere Arbeit gemäß den Standards für öffentliche Förderung.

Unsere Einsätze erfolgen grundsätzlich auf Veranlassung der Koordinatorin der Hospizgruppe und werden mit ihr abgesprochen.

Als Begleiterinnen und Begleiter werden wir ausgebildet und erhalten Fortbildungs- und Supervisionsangebote. Aktive Teilnahme wird erwartet. Pausen in der Mitarbeit sind möglich.

Wir kommen aus verschiedenen Berufen und sind unterschiedlichen Alters. Uns verbindet die Bereitschaft, Sterbenden und Schwerkranken beizustehen.
Unsere Arbeit ist ehrenamtlich und kostenfrei.

Sie wollen vielleicht auch mitarbeiten?

Sie haben Interesse und würden die Ambulante Hospizgruppe Ravensburg e. V. gern näher kennenlernen und als Ehrenamtliche,  Ehrenamtlicher bei uns mitarbeiten? Dann kommen Sie auf uns zu.   In regelmäßigen Abständen bieten wir einen Hospizbegleiterschulungskurs an.

Die zukünftigen Hospizbegleiter setzten sich intensiv mit gesellschaftlichen und eigenen Bildern von Krankheit, Leiden, Sterben und Tod auseinander und sprechen über ihre Motivation für diesen ehrenamtlichen Dienst.
Durch Informationen und Übungen konnten sich die KursteilnehmerInnen auf ihren Einsatz am Krankenbett vorbereiten.
Die eigenen Endlichkeit, Kommunikation – mit und ohne Worte –, Distanz und Nähe, Trauer, Spiritualität, die eigene Selbsteinschätzung, Möglichkeiten der Schmerztherapie und viele weitere Themen sind Inhalte dieses Kurses.

„Der Tod ist ein Teil meines Lebens geworden.“ „Trotz mancher Tränen,  konnten wir bei diesem Thema auch ganz viel lachen – über uns selbst und über das Leben.“ „Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte.“ …  so einige Aussagen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Ende des Ausbildungskurses.

Kommen Sie auf uns zu, wenn Sie bei uns mitarbeiten wollen.

 

Was Sie für uns tun können?

Auseinandersetzung mit dem Sterben führt uns zu bewussterem Leben

Hospizarbeit kann man nicht alleine machen, es braucht viele Menschen, die diesen Dienst unterstützen.

Ideell, indem Sie von Ihren guten Erfahrungen erzählen und mit anderen über unsere Arbeit sprechen. Weisen Sie Betroffene auf diesen Dienst hin. Bringen Sie in der Todesanzeige ihre Dankbarkeit zum Ausdruck. Besuchen Sie unsere Veranstaltungen. Geben Sie Ihr Wissen weiter.

Arbeiten Sie in unserem Verein mit, im Vorstand, als ehrenamtliche Begleitung, als Unterstützung in anderen Bereichen.

Werden Sie Mitglied und unterstützen Sie unsere Arbeit dauerhaft.

Sie können uns gerne auch eine einmalige Spende zukommen lassen.